• Sébastien Etter

Workshop zur digitalen Zukunft der Freiwilligenarbeit

Als Teil des Innovationsprozesses innerhalb der Gesamtstrategie 2030, hat im September ein Workshop zur digitalen Zukunft der Freiwilligenarbeit stattgefunden. Im Dezember stehen zwei weitere Workshops zur Zukunft der Bildung und dem Fahrdienst an.


Das Ziel des Workshops war, zu ergründen, wie das SRK im digitalen Zeitalter die Freiwilligenarbeit gestalten muss, damit diese weiterhin erfolgreich und effizient bleiben kann. Dafür wurden einerseits im Voraus Interviews durch die «Agentur Gerhard» mit diversen Vertretern des SRK sowie anderen Organisationen, andererseits dieser eintägige Workshop mit Mitarbeitern der GS SRK durchgeführt. Um möglichst verschiedene Sichtweisen beleuchten zu können, bestanden die TeilnehmerInnen des Workshops aus Mitarbeitenden der GS SRK und RK-MO und auch Freiwilligen selber.


Freiwilligenarbeit in der Digitalisierung


Digitalisierte Mobilisierung

Eine zentrale Erkenntnis sind die potentiellen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Mobilisierung von Freiwilligen. Die digitale Vernetzung erlaubt vermehrt die Organisation abseits von klassischen Strukturen durch Nachbarschaftsnetzwerke, soziale Netzwerke oder Online-Marktplätze. “Klassische” Organisationen wie das SRK erhalten somit zunehmend Konkurrenz im Wettbewerb um Freiwillige.


Entsprechend beginnt die “Freiwilligen-Journey” zunehmend online und es wird vermehrt via digitaler Kanäle mobilisiert. Im Fokus liegt dabei insbesondere das “Matching” zwischen Freiwilligen und Hilfsbedürftigen, welches beispielsweise automatisiert oder über digitale Marktplätze erfolgen kann.


Neue Möglichkeiten der Digitalisierung

Für die Freiwilligenarbeit in NPOs bietet die Digitalisierung einige neue Möglichkeiten. Unmittelbare Hilfeleistung im richtigen Moment am richtigen Ort, eine Verbesserung des Freiwilligenmanagements oder auch gänzlich neue Tätigkeitsbereiche werden dadurch ermöglicht.


Ergebnisse des Workshops

Im Rahmen von verschieden Aufgabenstellungen haben sich die Workshop-Teilnehmer direkt mit der (digitalen) Zukunft der Freiwilligenarbeit beschäftigt. Dabei wurde ein Blick auf die Entwicklung der Freiwilligenarbeit geworfen, Erfolgsfaktoren und damit verbundene Potenziale und Risiken bestimmt und Massnahmen definiert, um diese Potenziale zu nutzen und Risiken zu minimieren.


Hinsichtlich der Entwicklung der Freiwilligenarbeit wurden vor allem veränderte Ansprüche und Bedürfnisse der Freiwilligen wie grössere Flexibilität und mehr Partizipation beleuchtet. Entsprechend sind diese Flexibilität hinsichtlich der Einsätze und eine grössere Mitsprachemöglichkeit in der Organisation zwei der wichtigsten Erfolgsfaktoren für das SRK.


Mit diesen Erfolgsfaktoren sind Potenziale und Risiken verbunden: Neue Einsatzmöglichkeiten, mehr Innovation, direktere Unterstützung, aber auch weniger Kontakt und Identifikation mit dem SRK liegen im Spannungsfeld zwischen analog und digital.


Um diese Potenziale nutzen und die damit verbundenen Risiken minimieren zu können, haben die Teilnehmer einige Massnahmen formuliert und erarbeitet: Innovation in der Kommunikation mit den Freiwilligen, Modernisierung der Struktur und Kultur als auch die Förderungs des Austausches und der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.

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